Bericht
18.08.2007
Trije Kralje (SLO)
Samo Reggae Stan
Text: Bernd

Nur Reggae zählt !

Bereits zum zweiten Mal in der Bandgeschichte brach unser Tross zum "Samo Reggae Stan"-Festival auf, diesmal nach Trije Kralji 17km entfernt von Slovenska Bistrica (SLO).
Emanuel und zwei altbekannte Bleimaika-Aktivisten (Hans und Christian) reisten bereits am Freitag an. Sie sollten die neugierige Reggae-Gemeinde mittels Workshops in die Kunst des Obertongesanges, Trommelns und Didgeridoo-Spielens einführen. Die Nachhut bestehend aus Musikanten inkl. Freunden und Freundinnen rückte am Samstag Nachmittag von Graz (Meli, Tom, Niko, Sylvia, Bernd) bzw. Bleiburg (Reno+Horstl) nach.
Nach ausgiebigen Kuscheleinheiten im Rahmen der Begrüßungszeremonie wurden wir von den Veranstaltern über Organisatorisches instruiert. Festivalerprobt errichteten wir voller Motivation unsere Zelte zwischen einer Kirche und einem Soundsystem, was sich am nächsten Morgen noch als fataler Fehler herausstellen sollte...
Ein wenig später fanden wir uns auf einer spitzenmäßigen Bühne zum Soundcheck wieder. Die Wünsche wurden uns von den Lippen abgelesen und erfreulicherweise klappte alles auf Anhieb (Bemerkung für Nicht-Musikanten: Das ist äußert selten!!). Bis zum Auftritt (~22:00) hatten wir genügend Zeit etwas zu essen und zu plaudern. Horstl zog es vor sich mit Zlatorog flüssig zu ernähren und vernachlässigte dafür sogar seine 20 mitgebrachten Dosen Schwechater Bier. Erstmals hatten wir, professionell wie wir sind, einen Coach zur Seite. Durch Massagen und Stimm-Lockerungsübungen stellte er uns optimal auf den bevorstehenden Auftritt ein (an dieser Stelle nochmals Danke an Christian mit den Zauberhänden).
nas nastop Der Auftritt selber dauerte rund eine Stunde, die aus unserer Sicht leider viel zu schnell vergangen ist. Es hat wieder einmal Spaß gemacht beim "Samo Reggae Stan"- Festival musizieren zu dürfen. Besonders erwähnt werden sollte auch die Gruppe Canaman aus Spanien, welche zu später Stunde noch musikalisch überzeugen konnte.

 


Wir haben einiges dazugelernt und viel Neues gesehen. Beispielsweise wissen wir jetzt, dass sich slowenische Bäume nicht für einen Waldbrand eignen, selbst in Zeiten der Klimaerwärmung! Ein gigantisches Lagerfeuer spuckte tausende Funken in Richtung Wald. Ja manche behaupten sogar, dass sie ganze brennende Äste aus dem Feuer aufsteigen gesehen haben! Den Wald lies das jedoch kalt. Dieser Wald dürfte selbst für die Mafia, die in jüngster Zeit oft und gerne Feuer zur Landgewinnung nutzt, schwer zu knacken sein.
Lagerfeuer Feierspeier
Alles zusammen ein wirklich gelungener Abend, den einige von uns auf der Hotelterrasse bis in die frühen Morgenstunden ausklingen ließen, um die zwischenmenschlichen Beziehungen zu intensivieren. Diejenigen von uns, die sich für eine Übernachtung im Zelt entschieden hatten, wurden zärtlich von einem Klanggemisch aus Kirchenglocken und bis in die Haarwurzel vordringenden Soundsystembässen wach geküsst. Einzig Horstl bemerkte nichts davon, er machte sich nach einem erholsamen Schlaf lediglich über seine übrig gebliebenen Schwechater Biere Gedanken. Emanuel und Christian zogen nicht zuletzt wegen der morgendlichen Musikberieselung das Hotelzimmer vor und mussten daher geweckt werden, denn wir wollten am Nachmittag wieder zu Hause sein.
Ein kurzes Frühstück beendete unser wohl bisher höchstes Reggaefest (1181m). Nicht nur deshalb hat es sich einen Platz in den White Vibration Geschichtsbüchern gesichert. Aber das ist Nebensache, denn was eigentlich zählt ist nur der Reggae oder wie unsere Nachbarn zu sagen pflegen "Samo Reggae Stan"!
Samoreggaestan

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